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	<title>DIYG &#187; Best Practice</title>
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	<description>The Do-It-Yourself-Guide to Publishers</description>
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		<title>&#8220;Electric Literature&#8221; &amp; &#8220;Book View Club&#8221;: wie US-Autoren von Web 2.0 &amp; E-Publishing profitieren</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 16:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar Warner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Autoren von Web 2.0, E-Books &#038; mobile Lesegeräten profitieren können , zeigen Beispiele wie das Book View Projekt: Die Self-Publishing-Plattform für Sci-Fi-Autoren setzt vor allem auf iPhone und Kindle-Reader. Die Online-Zeitschrift Electric Literature gibt's nicht nur als E-Book, sondern auch via Print-On-Demand.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Motto &#8220;Do it yourself&#8221; muss man Schriftstellern eigentlich nicht erst nahelegen &#8211; sie schreiben ja bereits selbst. Bei &#8220;Publish yourself&#8221; sieht die Sache wieder anders aus. Das schöne Wort &#8220;Selbstverlag&#8221; gibt es schon recht lange. In der Praxis landeten die meisten Autoren jedoch bei einem &#8220;professionellen&#8221; Verleger. Bisher &#8211; denn die Regeln der Gutenberg-Galaxis werden durch Web 2.0, E-Books &amp; mobile Lesegeräte kräftig durcheinander gewirbelt. Für Bestseller-Autoren bieten direkte Deals mit Online-Buchhändlern wie Amazon ohnehin deutlich bessere Konditionen &#8211; der Sachbuch-Autor Stephen R. Covey (&#8221;7 Wege zur Effektivität&#8221;) etwa kann durch das Direkt-Publishing auf dem Kindle-Reader neuerdings mit einer Ausschüttung von mehr als 50 Prozent der Umsätze rechnen. Nicht schlecht im Vergleich zu Margen, die selbst bei E-Books oft nur 25 Prozent betragen &#8211; manche US-Verlage wie etwa MacMillan haben die Ausschüttungen kürzlich sogar auf 20 Prozent gesenkt. Nun ist ein etablierter Bestseller-Autor wohl per se eine Gelddruckmaschine für jedes Medium. Doch welche Möglichkeiten bietet das elektronische Publizieren für normale Autoren?</strong></p>
<div id="share"><a href="http://twitter.com/home?status=<?php the_title(); ?>%20<?php echo fb_gettinyurl( get_permalink() ); ?>%20von%20@diyg_publishers&#8221;>Tweet <img src="http://www.schreibermag.de/wp-content/uploads/2010/03/TweeThis.jpg" width="14px"></a> <strong>&#038;</strong> <a name="fb_share" type="icon_link" href="http://www.facebook.com/sharer.php"></a> <script src="http://static.ak.fbcdn.net/connect.php/js/FB.Share" type="text/javascript">Share</script></div>
<h3>Rocket Boys und Geek Girls: der Book View Club setzt auf iPhone &amp; Kindle</h3<br />
Die Antwort ist einfach: sehr gute, wenn sie die Chancen des Web 2.0 zu nutzen wissen. Das <a href="http://www.bookviewcafe.com/">&#8220;Book View Café&#8221;</a>-Kollektiv etwa ist Herausgeber einer elektronischen Anthologie mit dem Titel &#8220;Rocket Boy and the Geek Girls&#8221;. Am Anfang dieses E-Publishing-Projekts stand ein Blog, gegründet von einer Gruppe erfolgreichen Sci-Fi Autoren, darunter Ursula K. Le Guin,  Vonda N. McIntyre sowie Sarah Smith.  Das war im Jahr 2008, mittlerweile ist das &#8220;Online Publishing Venture&#8221; in eine neue Phase eingetreteten- denn mit &#8220;Rocket Boy&#8221; peilt man ein ganz großes Publikum an &#8211; die E-Reader-Gemeinde von Amazon, Sony &amp; Co. “Die Infrastruktur für das E-Publishing steht jetzt&#8221;, stellte Autorin und Projektmanagerin Sarah Zettel im Sommer 2009 fest. “Die BVC-Autoren verfügen über genügend Content und haben auch das notwendige Wissen um davon von zu profitieren&#8221;. Um Exklusivität geht es jedoch nicht: Man nutzt zwar den E-Book-Store von Amazon, doch auf der BookViewCafe-Seite gibt es auch einen Download-Bereich für verschiedene andere (DRM-freie) Formate wie epub, pdf, mobi oder prc. Die <a href="http://www.amazon.com/Rocket-Boy-Geek-Girls/dp/B002T44HPE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257103345&amp;sr=8-1">Version für den Kindle</a> kostet 4,99 Dollar. (Gerade neu erschienen ist am 15. Dezember übrigens der zusammenhängende Short-Story-Sampler <a href="http://www.bookviewcafe.com/index.php/Science-Fiction/">THE SHADOW CONSPIRACY</a> .)</p>
<h3>Direkt mehr Geld: Bei Kindle E-Books winkt eine Gewinnbeteiligung von über 50 Prozent</h3>
<p>Das BookView-Projekt hat in der us-amerikanischen Literatur-Szene für heftige Diskussionen gesorgt &#8211; schließlich waren viele der insgesamt 26 Mitglieder des BookView-Cafés bisher bei renommierten Verlagen unter Vertrag &#8211; z.B. Random House, Tor Books oder Simon&amp;Schuster. Für viele populäre Autoren dürfte ein Direktvermarktungs-Modell auch in Europa interessant sein.  Bisher sind bei Hardcoverausgaben hierzulande Honorare von acht bis zehn Prozent des Nettoladenpreises üblich, bei Taschenbüchern gibt&#8217;s acht Prozent erst ab einer Auflage von 100.000.  In den USA ist man anderes gewöhnt: hier wird bei gebundenen Büchern etwa schon bei geringer Auflage zehn Prozent gewährt, viele Autoren landen schnell bei mindestens 15 Prozent. Andere Größenordnungen versprechen E-Books: Amazon hat keine Probleme, mit Bestseller-Autoren auf dem Kindle einen Fifty-Fifty-Deal zu machen.</p>
<h3>&#8220;Electric Literature&#8221; kombiniert E-Book und Print-on-Demand</h3>
<p>Was für Konditionen das E-Publishing ermöglicht, zeigt auch ein anderes Projekt aus den USA: die New Yorker Online-Literaturzeitschrift <a href="http://electricliterature.com/">&#8220;Electric Literature&#8221;</a>. Deren Herausgeber Andy Hunter und Scott Lindenbaum drucken in jeder Ausgabe fünf Kurzgeschichten mit maximal 8000 Zeichen ab &#8211; und zahlen für jede ein Honorar von 1000 Dollar. Gelesen wird die &#8220;EL&#8221; vor allem auf dem iPhone oder via Amazon Kindle, zusätzlich gibt&#8217;s eine MP3-Version. Hunter und Lindenbaum wollten den Beweis antreten, dass Literatur auch jenseits der Gutenberg-Galaxis funktioniert. Das Lesen hat schließlich nicht aufgehört: „Everywhere we look, people are reading—whether it be paperbooks, eBooks, blogs, tweets, or text messages.“<br />
Nach nur zwei Ausgaben meldeten die beiden Gründer bereits mehr als 800 Abonnenten und 1600 Einzelverkäufe. Zum Geheimnis des Erfolgs gehört auch in diesem Fall gutes Online-Marketing auf allen Kanälen, und auch der Mut zum Experiment. Internationales Aufsehen erregte etwa Anfang Dezember EL-Autor Rick Moody, der  <a href="http://www.e-book-news.de/roman-in-rationen-us-autor-rick-moody-twittert-einen-roman-in-160-folgen/">drei Tage lang eine Kurzgeschichte in 150 Folgen</a> via Twitter verschickte. Ein weiterer zentraler Faktor ist sicherlich die vernünftige Kombination von Print und Online. EL gibt es auch in einer Print-On-Demand-Version, dafür muss man jedoch doppelt so viel zahlen wie für die iPhone-App oder das Kindle-Book.</p>
<h3>Wo bleiben die europäischen E-Publishing-Beispiele!?</h3>
<p>Grundsätzlich sollten solche Self- und E-Publishing-Modelle auch auf Europa übertragbar sein. Mangels einer genügend großen Zahl an E-Readern müsste aber wohl eher die Vermarktung über iPhone und andere Handys im Vordergrund stehen. Natürlich steht und fällt die &#8220;Selbstermächtigung&#8221; von Autorinnen und Autoren per Web 2.0 und elektronischer Buch-Formate mit den verfügbaren medialen Kompetenzen. Dazu gehört auch die Abwägung der Vor- und Nachteile von Digital Rights Management und das richtige Pricing. Die Erfolgsmodelle &#8220;Book View Club&#8221; und &#8220;Electric Literature&#8221; verzichten wohlgemerkt auf Kopierschutz und setzen die Preise möglichst niedrig an. Trotzdem gehen sie nicht ganz so weit wie der kanadische BoingBoing-Blogger und Romanautor Cory Doctorow &#8211; der nämlich stellt die E-Book-Versionen zum kostenlosen Download bereit. Das sorgt für maximale Reichweite, während sich gleichzeitig die Paperback-Versionen bei Amazon sehr gut verkaufen.</p>
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